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Thema

Antrag vom 1.10.2019

„Der Verkehr muss fließen“

Wir fordern ein Parkverbot in der Hauptstraße, Rosenstraße und in der unteren Hindenburgstraße, in diesem Zusammenhang sollen wegfallende Parkplätze durch ein intelligentes Parkleitsystem in der Ortsmitte aufgezeigt werden.

Der Verkehr soll fließen auf den wichtigen Sammelstraßen. Das wiederholte Anfahren und Abbremsen belastet nicht nur Umwelt durch höheres Abgas, sondern auch den Denzlinger Anwohner durch lautere Motorgeräusche durch das immer wiederholende Anfahren. Es gibt Denzlinger Gewerbetreibende & Bürger die von einem Fahrzeug abhängig sind – Parkende Autos & Lastzüge verzögern den Verkehrsfluss erheblich und sind gefahren für Kinder und andere Verkehrsteilnehmer, die zwischen den Autos durchmüssen oder wegen den parkenden Hindernissen ausscheren müssen in den gefährlichen Gegenverkehr.

Mit viel Weitsicht hat die Denzlinger Gemeinde schon früh begonnen öffentliche Parkplätze in der Ortsmitte geschaffen, diese sollen durch das Parkleitsystem optimal ausgelastet werden.

…steht noch aus…

Thema

Antrag vom 17.09.2019

Thema „Käppelematten“

Wir beantragen, dass das Gebiet „Käppelematten“ weiterhin für die Landwirtschaft verwendet wird und keine Versieglung der Fläche stattfindet. Sollte die Fläche nicht mehr für die Landwirtschaft gebraucht werden, können wir uns vorstellen, dass dieses Gebiet als klimaneutrale Fläche sogar renaturiert wird.

In ganz Europa spricht man vom Klimaschutz. Kommunen rufen symbolisch den Klima-Not-Stand aus und wir in Denzlingen sitzen hier. Und was machen wir?

Der Antrag vom 17.09.2019, dass das Gebiet „Käppelematten“ weiterhin landwirtschaftlich verwendet wird und keine Versiegelung der Fläche stattfinden soll, ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir finden es äußerst Schade, dass die Verwaltung unseren Antrag schon vorab ablehnt. – Ob es sinnvoll und nachhaltig ist 200 Denzlinger Balkone mit Solar zu bedecken um den Klimaschutz so „richtig zu leben“ lassen wir einfach mal so im Raum stehen. Keiner in Denzlingen darf sich dann aber beklagen, wenn weltweit Regenwälder und Urwälder gerodet werden und wir in Denzlingen mehrere Fußballfelder, für immer mit Beton versiegeln. Diese Doppelmoral passt für uns nicht in unsere Gemeinde, die auch in der Zukunft noch lebenswert sein möchte.


In der Zeit als Gemeinderatswahl in Denzlingen war, sind uns einige Plakate aufgefallen: Plakate, bei denen der Bienenschutz im Vordergrund stand. Käppelematten zu bebauen ist nicht Bienenschutz. Das ist Bienenvernichtend!

Eine Denzlinger Fraktion hat vor rund 3 Wochen im Technischen Ausschuss bei dem Thema „Schwarzwaldstraße“ einen Bauantrag abgelehnt, weil die geplanten Tiefgaragen das Grundstück zu stark versiegeln würde. Ist das Bebauen der „Käppelematten“ keine Versiegelung der Fläche? – Weswegen wir natürlich Schlussfolgern, dass Schwarz/Grün natürlich unseren Antrag unterstützen – Alles andere wäre eine Doppelmoral.

Wenn wir in Denzlingen weiterhin mit dieser Baulust weiter wüten wird es in der Zukunft schwierig sein, dass unsere Bürgerinnen und Bürger regional produzierte Lebensmittel auf den Denzlingern Märkten einkaufen können.
Es wird durch unsere Baulust, Generationen nach uns geben, die sich keine Gedanken mehr machen müssen wie die Wohnpolitik in Denzlingen in der Zukunft aussehen wird – Weil es wird dann keine freien Flächen mehr geben über die man sich dann noch unterhalten müsste. Leider kann man Flächen nicht einfach vermehren.

Fahren wir 150km in den Norden, biegen bei Karlsruhe links ab in die schöne Pfalz – Da kennt man unser Problem mit Wohnungsnot nicht und auch nicht die Konflikte, die in der Zukunft durch immer mehr ausgewiesene Baugebiete entstehen.

Denzlingen möchte in der Zukunft noch die Flächen fürs Gewerbegebiet entwickeln, wie D5 und D6, dazu noch das Wohngebiet „Unterm Heidach“ – -Wo wir absolut mitgehen-. Aber nicht jede mögliche Fläche die Denzlingen zur Verfügung steht, soll versiegelt werden.

In den vergangen 60 Jahren hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche hier in Deutschland mehr als verdoppelt – 65 Hektar werden täglich verbraucht – im Jahr sind das 237 Quadratkilometer – Von der Große der Fläche her rangiert das zwischen Duisburg und Frankfurt am Main. Nabu hat ebenfalls eine anschauliche Zahl parat. Pro Minute wird in Deutschland eine Fläche in der Größenordnung eines Grundstücks für ein Einfamilienhaus verbraucht – pro Minute.
Nebenbei die Bundesregierung hat auf ihrem „Klimaschutzplan 2050“ das Zielgesetzt den Flächenverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar am Tag zu reduzieren. Das ist halb so viel, wie jetzt gerade aktuell an Flächen verbraucht wird…. – Was Bund und Länder nur schwierig bewältigen, könnten wir hier in Denzlingen beginnen.

Durch ein weiteres ausgewiesenes Baugebiet werden wir innerhalb einer Generation wieder in der gleichen Situation sein, dass wir ein weiteres Baugebiet ausweisen müssen, denn der Wachstum von Denzlingen steigert sich dadurch überproportional. Von den neuen 1.500 Denzlingern stehen dann die Kinder wieder ohne Wohnungen da und der Kreislauf beginnt von neuem. Das was wir jetzt angesprochen haben ist nur der zukünftige Druck innerhalb von Denzlingen – Der Druck von außen mit der Wohnungsproblematik hier im Süden ist damit noch nicht mal angesprochen.

In der ganzen Kommunen rund um Denzlingen werden und wurden in den letzten 15 Jahren Wohngebiete entwickelt – egal ob Sexau, Glottertal, Heuweiler wie auch Freiburg-Rieselfeld und selbst wir in Denzlingen mit dem „Heidach 3“ – Der Druck wird immer da sein und aktuell ist es keine Kunst ein Wohngebiet für Neu-Denzlinger auszuweißen, wir leben in einer „Boom-Region“, denn bei uns ist es „Lebenswert“ zu leben, tolles Klima, tolle Infrastruktur aber was passiert in der Zukunft wenn wir immer größer und größer werden?

Kann unsere Gemeinde alles verkraften?
Gibt es genug Heimplätze?
Genug Kindergartenplätze?
Noch mehr Autos auf den Straßen?
Noch mehr Staus?
Noch mehr Wasser das bei Starkregen versickern möchte, aber nicht kann weil wir viele Flächen einfach versiegelt haben?
Noch mehr Lärm durch mehr Verkehr auf unseren Straßen?

Es steht außerfrage, dass jetzt schon Planungskosten angefallen sind, aber „jetzt“ ist es noch die Möglichkeit das Ganze zu überdenken.
1. Wenn die Böden einmal versiegelt ist, ist er unwiederbringlich verloren, zwar ist es Entsiegelung möglich. Zur Bildung lebendigen Boden braucht es jedoch Jahrtausende.
2. Unsere Fläche in Denzlingen ist begrenzt und Fläche ist nicht vermehrbar. Weg ist weg.

Unsere Aufgabe als Gemeinderat ist es nicht „nur“ die aktuellen Interessen unserer Bürger zu vertreten, sondern sie auch zu sensibilisieren zu was für Konflikten es in der Zukunft kommen wird.
Wir möchten die Identität und den Charm von Denzlingen nicht verlieren. Wir möchten das Gleichgewicht zwischen Stadt und Dorf beibehalten, für uns gehört ein Landwirt auf dem Traktor zu unserem Bild von Denzlingen.

Mit bürgerfreundlichen Grüßen

Abgelehnt. 

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